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Ich meines Herrn Geheimniſſe verrathen?... Und wenn man mir ſechs Flaſchen Malaga hinſtellte, ſo brächte man doch nichts heraus!.. Freilich liebe ich auch den Malaga nicht.“
„Ich will Dir auch gar keinen Vorwurf machen, mein guter Bertrand!... Du weißt wohl, daß ich aus meinen Streichen kein Geheimniß mache, ſelbſt vor denen nicht, die ſich darüber zu beklagen Grund hätten!... Das ſind bloße Liebeleien, Un⸗ beſonnenheiten.“
„Einerlei, mein Lieutenant, ich befinde mich doch in ernſtlicher Verlegenheit. Da fragt mich in Einem fort bald Die, bald Jene aus die Eine heißt mich ihren kleinen Bertrand, die Andere ihren wahrhaften Freund.. und alle dieſe Damen ſind gar niedlich.“
„Ei! der Herr Korporal haben das wahrgenom⸗
men?“
„Alle Wetter, mein Lieutenant, man hat Augen wie ein Anderer, und wenn mein Herz nicht ſo leicht in Brand geräth wie das Ihrige, ſo iſt es darum doch nicht unverwundbar, und wenn ich eine dieſer Damen ihr Taſchentuch an die Augen bringen ſehe, wenn ich Ihre Nachbarin ſich in einen Lehnſtuhl werfen höre, weil ſie in Ohnmacht zu fallen behaup⸗ tet, wenn endlich Jungfer Virginie ſchreit, ſie wolle ſich ein Leides anthun“, dann weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf ſteht!... Ich laufe von einer zur andern, biete ihnen Eſſig und Schnaps an, werde untröſtlich, weine ſogar bisweilen mit ihnen!.. Auf Ehre, mein Lieutenant, lieber wollte ich ſechs Mal


