Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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ein Kleid anhat, welches wenige Tage zuvor ſeine Frau trug.

Eine Dame bemerkt in einem Concert ihren Shawl an einer Nachbarin.

Ein junger Mann fühlt ſich ſehr unbehaglich in einem Rock, den er Tags zuvor fertig gekauft hat und der für einen nicht ferne von ihm ſitzenden Stutzer beſtimmt war, der ſich Kleider auf Credit machen läßt und ſie dann wieder verkauft, um Geld zu bekommen.

Und wie viel geputzten, parfümirten, mit Blu⸗ men geſchmückten Damen begegnet man auf den Pro⸗ menaden, welche dieſen Anzug, womit ſie euch ver⸗ führen wollen, nur auf einen Tag gemiethet haben! Beeilt euch alſo, ihr, die ihr von den Reizen und der Eleganz derſelben hingeriſſen würdet; morgen wür⸗ det ihr dieſe Damen nicht mehr erkennen, wenn ihr ſie wieder begegnetet.

Denn auf dem Tempelmarkte vermiethet man die Kleider auch tagweiſe und ſogar auf halbe Tage: es gibt in Paris ſo viele Leute, die reich ſcheinen und glänzen wollen, wäre es ſelbſt nur auf wenige Augenblicke.

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