Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

85

die, welche die Zauberlaterne begleitet, wenn ihr an einem kglten Winterabend eine heiſere Stimme auf der Straße rufen hört:Die Zauberlaterne! Das Wunderwerk!! d Dann blicken die Kinder zu ihren Eltern hinauß⸗ falten ihre kleinen Händchen zuſammen und bitten: O Vater, Mutter, laßt uns das Wnnderwerk ſehen.

Gebt ihr den Wünſchen eurer Kinder nach, ſo laßt ihr durch eure Bedienung das vorbeiziehende Schauſpiel heraufrufen und ſeht nach einer Weile zwei Männer, gewöhnlich Auvergnaten, die wie Waſ⸗ ſerträger gekleidet ſind, in euer Zimmer treten. Der Eine trägt eine Orgel, der Andere eine Zauberlaterne auf dem Rücken.

Eure Kinder ſtellen ſich in einen Halbkreis und ihr euch hinter ſie.

Einer der Auvergnaten ſetzt ſeine Zauberlaterne auf einen Tiſch, richtet Alles zur Vorſtellung, man löſcht alle Lichter im Gemache aus und das Schau⸗ ſpiel nimmt ſeinen Anfang.

Der Auvergnate ſchiebt der Reihe nach die Glä⸗ ſer in ſeine Laterne und erklärt die Bilder mit einer ſo eintönigen, gedehnten Stimme, daß euch gleich das Gähnen kommt; und die in den Zwiſchenakten ſpielende Orgel vermehrt eure angenehme Unterhaltung noch.

Ihr bekommt außerdem immer dieſelben Gegen⸗ ſtände zu ſehen: die Frau Sonne, der Herr Mond und die Abenteuer des kleinen Däumlings werden euch ſtets gezeigt.

Die Zauberlaterne erneuert ihr Repertorium nie.