Die Walzenorgeln
und
die Zauberlaterne.
Ihr ſeid in eurem Studirzimmer mit dem Nie⸗ verſchreiben einer Scene, der Entwicklung eines Dra⸗ ma's oder dem Dichten von Verſen beſchäftigt, als plötzlich die Töne einer Orgel an euer Ohr dringen⸗ welche die Ouverture aus der Caravane, dem jun⸗ gen Heinrich oder Demophon ſpielt.
Nun werdet ihr euch vergeblich bemühen, nach der Melodie Demophons einen Reim zu finden! Ihr hattet gerade eure Melodie gefunden, trällert ſie, während ihr euer Vaudeville dichtet, vor euch hin, aber die verfluchte Orgel zerſtreut, betäubt euch und bringt euch um eure Faſſung. Ihr hoffet, ſie werde mit dem Schluſſe der Ouverture ſtille ſein, und da ihr dieſe genau kennt, ſagt ihr vor euch hin:„Ein wenig Geduld; man iſt bald an den letzten Takten.“
Aber wenn die Ouverture zu Ende iſt und ihr friſch aufathmend eure Feder wieder zur Hand ge⸗ nommen habt und abermals euer Liedchen trällert, fängt die Orgel auf das Neue an, ſpielt die Ro⸗ manze aus Guido und Ginevra, dann ein Muſik⸗ ſtück aus der Abreiſe des Savoyarden und endlich„


