fließt, wodurch er ein grünliches Getränke bekommt, welches einen ſehr günſtigen Einfluß auf den Appetit ausübt.
Ihr ſeid vielleicht der Anſicht, daß, wenn man ſein Gläschen Abſynthe in ein Glas Waſſer ſchütte und dann untereinander rühre, man denſelben Zweck erreiche; ihr ſeid aber ſehr im Irrthum, ihr trinkt nichts Genießbares, wenn ihr nicht ganz langſam Tropfen für Tropfen das Waſſer in den Abſynthe träufeln laßt. Ich ſage euch das nur, damit ihr, wenn ihr Eile habt, euch etwas Anderes beſtellt.
Der junge Mann mit der ſchönen Halsbinde hat ſich aber ſeinem Gegner genähert und verſetzt:„Wie, mein lieber G**, Sie ſagen, Fräulein A. habe Ihnen nicht gefallen? Gehen Sie, das iſt nicht mög⸗ lich! Sie hat etwas Weiches, Aetheriſches, Entzücken⸗ des in ihren Stellungen, ihren Bewegungen...“
„Etwas zu Weiches ſogar.. das heißt, etwas Kraftloſes, Schlaffes!“
„Kraftlos!. ſie verweilt, ohne ſich anzuſtren⸗ gen, zwei Minuten auf den großen Zehen, und Sie finden das nicht entzückend?“
„Nein, weiß Gott nicht! Mir gefällt etwas An⸗ deres beſſer!“
„Gehen Sie, Sie haben ſicher geſtern ſchlecht zu Mittag geſpeist; Sie hatten nicht recht verdaut und deßhalb mißfiel Ihnen, was Bewunderung verdient.“ Ich habe geſtern wie gewöhnlich ſehr gut ge⸗ ſpeist, ich bleibe aber dabei, Ihre Tänzerin hat kein Talent.“


