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Cölina war ordentlich, thãtig und ſparſam ge⸗ worden, und Bouchenot blieb ihr am Ende treu. Man muß ſowohl in der Liebe als in andern Dingen nie die Hoffnung ganz aufgeben.
Der gefeierte, verhätſchelte, wohlgenährte Schnau⸗ zer blieb bei Heinrich und Paulinen, die ihm ihr Glück verdankten.
Aber Bouchenot ſagte manchmal:„Trotz all' dem wiſſen wir noch nicht, was den Hund in das Haus der Schmuggler lockte.“
Fräulein Prudentia heirathete zuletzt Herrn Mer⸗ landin, der Bouchenot und Cölina zu ſeiner Hochzeit einlud, und ehe er mit ſeiner Frau nach Poiſſy zu⸗ rückkehrte, ſagte:„Ei! der Pathe meiner Frau hat mir aufgetragen, mich nach einem Hund Namens Schnauzer zu erkundigen, und mich gebeten, ihn zu⸗
weilen zu dem Manne zu führen, der ihn ihm ge⸗
ſchenkt habe: es ſei ein Gärtner, der bei der Barriére Menilmontant wohne, aber meine Frau hat mir geſagt, ſie habe den Hund verloren, und der Gärtner iſt, ſo piel ich gehört habe, ſchon lange ge⸗ ſtorben.“
„Ach, daher rührt Schnauzers Anhänglichkeit für das einſam ſtehende Haus!“ ruft Bouchenot aus, als Herr Merlandin geendet hat;„Jjetzt wundert es mich nicht mehr, daß der Hund die Lokalitäten des Hauſes ſo gut kannte: es iſt ſeine Wiege, ſein Jugendaufent⸗ halt; vielleicht wünſchte er ſeine Anverwandten wie⸗
der zu ſehen! Neben ſeiner Liebe für den Schinken .


