Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Sie ſind recht gütig, mein Herr. Ach! höre, Cölina, übermorgen iſt ein Feſttag, wir haben den ganzen Tag frei... willſt Du mit mir einen Spazier⸗ gang machen?. Wir find jetzt im Frühling, die Felder müſſen ſchon hübſch ſein.. ich ſehe das junge Grün ſo gern!“

„Werden Sie mir wohl geſtatten, Theil daran zu nehmen?“ fragt Timotheus.„Ich habe an dieſem Tage auch nichts zu thun und würde mit Entzücken die reine Luft der freien Natur einathmen... 0 rus! quando te aspiciam?“

„Sie wollen Spieke ſuchen?“ ſagt Prudentia, Ti⸗ motheus einfältig anblickend.

„Nein, Fräulein, ich will nur Gras ſuchen.“

„O! mich freut das Gras auch. Nun, Cölina, bleibt es dabei?“

„Ich ſage mit Vergnügen zu,“ erwiedert die kleine Coloriſtin,„und wenn Herr Bouchenot kein Bauch⸗ grimmen mehr hat..

„O! bis dorthin iſt es vorbei,“ verſetzt dieſer, „dann gehen wir alle Vier miteinander.“

„Und werden uns hoffentlich beſſer unterhalten als heute Abend,“ fügt Cölina bei.„Gut alſo, es iſt ausgemacht. Hole uns um zwölf Uhr ab, wir wollen Dich erwarten.“

Timotheus entfernt ſich mit Mamſelle Prudentia, die er nach Hauſe begleitet und reſpektvoll an der Thüre verläßt. In ſein Logis zurückkehrend, begegnet er Georg, der fliegend und hüpfend die Treppe hinauf⸗

Paul de Kock. LRI. 7