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Prudentia, Sie ſitzen beſſer,“ ſagt Timotheus zu ſei⸗ ner dicken Nachbarin.
„Ich danke, Herr Timotheus, mein Platz iſt ganz gut.“
„Macht Ihnen das Schauſpiel Vergnügen?“
„Das will ich glauben; ich bin bisher nur im Marionetten⸗ und im Seiltänzer⸗Theater geweſen.“
„Ich bin auch recht glücklich, mich in Ihrer Ge⸗ ſellſchaft zu befinden, Fräulein; denn ſeit ich letzthin Abend das Vergnügen hatte, Sie nach Hauſe zu be⸗ gleiten, denke ich immer an Sie.“
„Ach ja, letzthin, wo ich mich ſo ſchmutzig ge⸗ macht habe! Mein Gott, wie ſah ich aus!“
„Und erinnern Sie ſich noch, was ich unterwegs zu Ihnen ſagte?“
„Nein, mein Herr, ich weiß kein Wort mehr.“
„Ich ſagte zu Ihnen, Fräulein, daß ich mich glücklich ſchätzen würde, in Ihrem Herzen ein Gefühl zu erwecken, welches.„
„Nehmen Sie ſich in Acht, Sie treten mir auf
den Fuß.“
„Entſchuldigen Sie, Fräulein, es geſchah ohne Abſicht. Ich ſagte Ihnen, daß ich nichts ſehnlicher wünſchte, als einen Funken in Ihrem Herzen zu ent⸗ zünden, denn Ihre ſchönen Augen.
„O herrlich! da kommen die Muſikanten. Nicht wahr, jetzt geht es wieder an?“
„Ja, Fräulein.“
Timotheus hält es nun für klug, ſeine Erklärung nicht zu vollenden, weil Prudentia in dieſem Augen⸗


