Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

77

gar mit euren Schönen beſchäftigen.., und nicht an das Stück eures Freundes denken!“

„Ich will applaudiren wie ein Tauber.“

„So iſt es nicht gemeint; man muß mäßig, aber am geeigneten Platze applaudiren. Verhüte haupt⸗ ſächlich, daß Bouchenot Unſinn macht, um wie ge⸗ wöhnlich die Aufmerkſamkeit des Publikums auf ſich zu lenken.“

„Er wird daran ee daß es Dein Stück iſt, und nicht pfeifen.“

„Wahrhaftig, das allein fehlte noch.“

„Du weißt, daß ihm das Pfeifen ſo viel Spaß macht, aber in Deinem Stücke. o, ſei Du wirſt zufrieden mit uns ſein.“

Nach dem Mittageſſen begibt ſich Timotheus zu Cölina; er trifft Bouchenot, der in einem Lehnſtuhl von Stroh liegt, ſeine Füße auf die Ofenmauer ſtützt und mit Wolluſt eine ſpaniſche Cigarre raucht, wäh⸗ rend ſeine Geliebte die Abenteuer Rothkäppchens co⸗ lorirt.

„Ei, Timotheus!“ ruft Bouchenot aus, ohne ſeine Lage zu verändern, die etwas Aſiatiſches an ſich hatte. „Ich ſelbſt; guten Abend, Fräulein Cölina.“

„Guten Abend, Herr Timotheus. Warum beſu⸗ chen Sie uns denn ſo ſelten?“

„Ach, Sie ſind ja beim Kukuk nie zu Hauſe; weßhalb ſollte ich dann kommen?“

„Sie ſehen wohl, daß wir zu Hauſe da Sie uns treffen.“

„Das iſt ein Zufall.“