Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Wiederholtes Klopfen an die Thüre ihres Zim⸗ mers weckte faſt zu gleicher Zeit die drei Schläfer. „Wer zum Henker weckt uns denn auf?“ fragt Timotheus, die Augen reibend;„wie ſchade! wir waren ſo ſpät eingeſchlafen.“

„Vielleicht iſt es die kleine Nachbarin, die ihre Pfanne und ihr Geſchirr braucht,“ ſagt Georg.

„Bah! es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß die Nach⸗ barin noch ſchläft.“

In dieſem Augenblick klopft man abermals und

viel ſtärker.

„Macht nicht auf, macht nicht auf, ihr Herren,“ ruft Bouchenot, der ſich beſtürzt im Bette aufgerichtet haty„wenn es Polizeidiener... Gensdarmen wären?“

„Und zum Teufel, was meinſt Du denn, daß die Gensdarmen bei uns verloren hätten? Haben wir irgend Etwas mit der Polizei zu thun?“

„Man kann nicht wiſſen; man wurde zuweilen ſchon unſchuldig bei Verbrechern gefunden...“

„Ich glaube, Bouchenot, Dein Alpdrücken von geſtern Abend iſt noch nicht vorüber. So viel iſt ge⸗ wiß, daß man aufmachen muß. Stehe auf, Timo⸗ theus, und ſieh', was los iſt.“

„Geh' Du ſelbſt hin, ich mag noch nicht auf⸗ ſtehen.“

„Bouchenot ſoll hingehen! Er, der Kiſſen unter dem Kopfe gehabt hat, muß noch beſſer geſchlafen haben als wir.“

„Ach ja, das wäre zum Verwundern, wenn ich hinginge! Ich will den ganzen Tag nicht aufſtehen.“