Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Fräulein Prudentia eingenommen hatte und ſchaukelt ſich leicht, indem er laut ſeine Betrachtungen an⸗ ſtellt.

„Dieſes arme Mädchen, das ſeinen Hund verloren hat. und der Andere, der ihn mitgenommen hat... Sapperment! was ich Hunger habe!... Bouchenot kommt nicht. ich habe Luſt, ein Schläfchen zu machen man ſagt, wer ſchläft, braucht nicht zu eſſen. Prudentia Flambard. welch' komiſcher Name! und die Nachbarin, die Cölina heißt, wie ein altes Melodrama vom Ambigu⸗Theater. vielleicht iſt ſie auch ein Kind des Geheimniſſes!. Ach, ich muß noch meinem Vater ſchreiben!.. Meine armen Stiefel, die mir ſo gut paßten...“

Timotheus hört auf zu plaudern, ſeine Augen ſchließen ſich, er iſt eingeſchlafen. Georg bemerkt es: er ſchreibt leiſer und bemüht ſich, ſeine Pa⸗ piere ruhig zu laſſen, um ſeinen Freund nicht auf⸗ zuwecken.

Mehr als eine Stunde verſtreicht ſo. Endlich ſtößt Georg, der keine Kraft mehr fühlt, um zu arbeiten, und der den friedlichen Schlummer Timotheus' be⸗ neidet, leiſe ſeine Arbeit von ſich, legt, den Arm auf den Liſch ſtützend, ſeinen Kopf darauf und ſagt: „Wenn ich es machen könnte wie er.. vielleicht kehrt indeſſen Bouchenot zurück.“

Die Natur unterſtützt den Wunſch Georgs und er ſchläft in Kurzem eben ſo tief ein wie Timotheus.

Es ſchlug Mitternacht auf der Uhr des Palais, als die beiden jungen Leute die Augen aufmachten.