Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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* ſich in Acht, daß Sie beim Hinuntergehen nicht fallen; die Treppe iſt naß und ſchlüpfrig.“

Fräulein Prudentia Flambard iſt fort und Timo⸗ theus, der ſie bis an die Treppe begleitet hat, kommt in das Zimmer zurück mit dem Ausrufe:„Ein köſt⸗ liches Mädchen! nicht wahr, Georg?“

„O! ein köſtliches Mädchen!... weil ſie dicke Hüf⸗ ten, dicke Arme und einen dicen Buſen hat? Es iſt ein ſolid gebautes Mädchen, das iſt Alles.“

„Sie hat auch ein hübſches Geſicht, hübſche Farbe, ſchöne Zähne...“

„Sie hat ein Bauerngeſicht, zu lebhafte Farben, dicke Backen, wie ein neugebornes Kind... Ich bin kein Bewunderer von dieſer Art Schönheit, ich liebe die zartgebauten Frauen... und dann macht Fräu⸗ lein Prudentia Flambard den Eindruck auf mich, als wäre ſie ziemlich dumm.“

„Meinſt Du?“

„Ich meine, ihre Unterhaltung habe uns einen Beweis davon gegeben.“

„O, manchmal wirkt die Aengſtlichkeit nachthei⸗ lig.. das iſt gleich, es iſt ein hübſches Mädchen, die mir ſehr gut gefallen würde.“

„Ei was! Du biſt verliebt in die Nachbarin und dieſe da gefällt Dir ſehr; möglich, daß wenn eine Dritte kommt, ſie Dich ohne Zweifel auch verführen wird.“

„Höre einmal, wenn es lange her iſt, daß man geliebt hat, ſo iſt es gerade, wie wenn man lange Zeit nichts gegeſſen hat: man Alles gut. Ei

Paul de Kock. LX. 3