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nach einiger Zeit entſchließt er ſich, Halt zu machen und ſich umzuſehen.
„Ach, die Schufte! die Schlingel!“ rüft er aus, ſeine Kleider unterſuchend,„in welchen Zuſtand ſie mich verſetzt haben!... Ich kann noch von Glück ſagen, daß ich ihnen entkam... ich glaube, ſie wollten mich ermorden. Alles genau betrachtet, habe ich die Behandlung wohl verdient!... wohin hatte ich mich verirrt!.. was für ein Gedanken, mit Hanswurſten zu fechten!... Der Hunger hatte meinen Verſtand verdüſtert... ich wollte mich zerſtreuen... eine hübſche Zerſtreuung das!... Und mein Kleid! mein armes Kleid!. d. h. unſer armes Kleid, denn es gehört eben ſo gut meinen Freunden ols mir an drei Stellen zerriſſen. ein Flügel ganz fort.. achl Donner und Wetter! das fehlte noch!... Was wird Georg und Timotheus ſagen?.. was werden ſie anziehen, um auszugehen?... Ich bin ein ſchlechter Menſch! ein viehmäßiger Kerl!... So ſoll ich mich nun ſehen laſſen? ich ſehe aus wie ein Räuber! Ich hätte gute Luſt, mich mit Schnauzern in den Kanal zu ſtürzen, aber das würde meinen Freunden keinen Rock verſchaffen!“
Bouchenot iſt wirklich troſtlos; zum erſen Mal in ſeinem Leben hat er nicht Luſt, über das zu lachen, was ihm begegnet. Er hat die Boulevards verlaſſen und ſich in die abgelegenen Straßen verirrt, die auf den Kanal gehen. Wenn er laufen hört, verdoppelt er ſeine Schritte, wenn er Jemand ſieht, geht er auf die Seite, denn er fürchtet, von Jemand in ſeinem


