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Male die abermals von dem Hunde errungene Tro⸗ phäe: es war der Harlekin des kleinen Stanislaus.
„Ach! du haſt wieder Etwas mitgenommen, Schnau⸗ zet!“ ſagt Bouchenot, das Thier ſtreichelnd, welches den Kopf in die Höhe hält und ſeinem neuen Herrn mit Stolz zu zeigen ſcheint, was es in der Schnauze hat.„Du haſt ſicherlich die Diebesbeule. oder haben die, denen du Früher gehörteſt, dich abſichtlich auf den Weg des Verbrechens geleitet! Ich möchte gerne wiſſen, wer früher dein Herr war, denn ich kann das junge Mädchen, mit welchem ich dich be⸗ gegnete, nicht als deine Herrin betrachten; ich bin überzeugt, daß ſie dich noch nicht lange von ihrem Pathen erhalten hat. Dieſer Pathe muß nach der Erziehung, die er dieſem Hunde gegeben hat, ein Räuberhauptmann ſein. In Rückſicht auf dein Ta⸗ lent habe ich gute Luſt, Händel mit einem Paſteten⸗ bäcker anzufangen, und während unſeres Streites kannſt du etwas Nahrhafteres als Kupferkelten, Körbe und Harlekine fortnehmen. Doch nein. ich bin, ob⸗
gleich ich keinen Heller habe, ein ehrlicher Mann, was
weit verdienſtvoller iſt, als wenn ich dabei reich wäre; und ſollteſt du fortfahren, dich ſo rückſichtslos zu be⸗ tragen, Schnauzer, ſo ſage ich dir zum Voraus, werde ich mit dem zerbrochenen Stock, den ich in der Taſche habe, heute Abend ſtatt des Nachteſſens ein Freudenfeuer anfachen. Was ſehe ich aber dort auf der andern Seite des Boulevards?... Gaukler, Marktſchreier, Poſſenſpiel!... Ei, da muß ich zu⸗ yören, das iſt ein Schauſpiel, welches nicht viel 6


