„Ach! vortrefflich, ſie wird mich wieder erkennen,“ ſpricht Bouchenot, ſeinen Weg fortſetzend, bei ſich; „Parbleu! das will ich glauben; mein Aeußeres iſt auch von der Art, wie man es nicht alle Tage ſieht... Unhöflich!... ich will mich nicht mit Koth beſchmutzen. Wenn zwar die Dame jung und hübſch geweſen wäre, ſo geſtehe ich, hätte ich ihr Platz ge⸗ macht. Wir ſind doch eigentlich recht eigennützig... wir haben in unſern Gedanken immer einen Rück⸗ halt!... Dieſe Dame, die ſo erzürnt an mir vor⸗ beigeht, ahnt nicht, daß mein Frühſtück von meinem Anzuge abhängt: wenn ich ſchmutzig bei Madame Dubillon erſcheine, behandelt man mich nicht ſo gut; die empfindſame Frau hat die Schwachheit, ſehr auf eine ſorgfältige Toilette zu ſehen, welches mich ſo oft verhindert hat, ſie zu beſuchen. Heute iſt nichts an mir auszuſetzen... Timotheus Hoſe ſchneidet mich zwar zwiſchen den Beinen Etwas ein und ſchnürt mir die Taille zuſammen, aber ſie macht mich ſchlan⸗ ker, feiner. ſie iſt mir auch etwas zu lang, aber es iſt gegenwärtig Mode, darauf zu treten... Was die Weſte anbetrifft, ſo iſt dieſe ohne Tadel; ſie iſt das einzige Stück meines Anzuges, welches für mich gemacht wurde; tra la la... la la... la la la.“
Bouchenot, der eine Arie trällernd auf dem Trot⸗ toir vorwärts ging, hört plötzlich auf zu ſingen und ſteht ſtille.
„Ach der Teufel! was ſehe ich? einen Gläu⸗ biger. einen Manichäer.. dem weiche ich aus... mit dieſem habe ich keine Luſt zuſammenzutreffen.“


