25 kauft, bis ich mir etwas Feineres anſchaffen kann; ſobald wir Geld erhalten, kaufe ich mir Patchouli, das iſt zwar theuer, aber es iß jetzt weit faſhionabler.“
„Gut! Paichouli!... dazu verwendet man das Geld meines Vaters? Wenn ich meine vierteljährige Einnahme erhalte, iſt in vierzehn Tagen kein Sous mehr davon da... wir ſind genöthigt, unſere Mö⸗ beln und Effekten zu verkaufen!... Georg ſchreibt Stücke, die man nicht aufführt... Du ſprichſt nur von den Geſchäften und Eroberungen, die Du machſt, aber bei all dem befinden wir uns in einer verzwei⸗ felten Lage... wir haben keine Möbeln mehr in der Stube.. und ein Lager... ach! ein Lager!“
„Iſt Dir Dein Bett vielleicht nicht hoch genug?“
„O freilich iſt es hoch genug... alle Abende, wenn Du heimkommſt, bringſt Du Stroh mit, welches Du bei dem Kornhändler gegenüber aufließeſt, und ſteckſt es in meinen Strohſack hinein... das macht aber das Bett nicht beſſer... die Matraze iſt ſo hart und ſo dünn... man darf ſich jedoch nicht hierüber wundern, denn Du haſt vier aus einer gemacht!“
„Ich mußte doch auch eine zu meinem Gurtenbett haben, da ich die meinige verkauft habe, um euch zu ernähren!“
„Sage doch lieber, um Dich zu beluſtigen 1... Ach! man bricht die Glieder auf dieſem Schragen.“
„Mein lieber Timotheus, ein weiches Bett iſt der Geſundheit ſchädlich.“
„Und die Leintücher ſind auch ſchädlich?“
Paul de Kock. LIX. 3


