Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Eine Ofenröhre und ein Stock.

Es gibt in Paris eine ziemlich lange, ziemlich ſchmale, ſehr ſchmutzige und oft kothige Straße, die man Calander⸗Straße heißt; ſie iſt in dem Quar⸗ tier der Altſtadt. Sie muß euch bekannt ſein, Leſer, wenn ihr bisweilen im Juſtizpalaſte zu thun ha wovor euch übrigens Gott bewahre.

Man heißt ſie Calander⸗Straße, nach den Einen wegen eines Schildes, das eine Art Droſſel oder Lerche, nach den Andern, das ein dem Waizen gefährliches In⸗ ſekt vorſtellt, auch endlich nach des Chroniſten Sauvals Behauptung einer Calander oder Rollmaſchine wegen, womit das Tuch geglättet wird. Dieß wird euch zwar gleichgültig ſein und mir auch, doch iſt es bei Be⸗ ſprechung einer Sache nicht unangenehm, wenn man gelegentlich erfährt, wo ſie herzuleiten iſt.

In einem alten Hauſe dieſer Straße(worin es, glaube ich, bloß alte gibt) geht durch einen ſtets ſchmutzigen, ſchlüpfrigen Gang eine Treppe hinauf, die ſicher ſeit unſerer erſten Revolution nicht gereinigt worden iſt; ſtützt euch aber dabei nicht auf das höl⸗

erne Geländer, weil es immer feucht iſt und ihr

euch die Hände beſchmutzen würdet, ſondern kleitert