Teil eines Werkes 
1. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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239 gekannten Kupferſtechers. Sie iſt von unſern äl⸗ teſten und beſten Freunden in L. uns aufs nach⸗ vruͤcklichſte empfohlen worden, und ſoll jetzt we⸗ gen einer Familien⸗Angelegenheit ſich hier auf⸗ halten. Ihr zu Ehren war eigentlich die heutige Geſellſchaft angeſtellt. Man hat ſie uns als die liebenswuͤrdigſte und tugendhafteſte der dortigen Weiber geſchildert.“

„Aber wo wohnt ſie? Ich habe die Erlaub⸗ niß, ſie nach Hauſe zu bringen.“

„Da können ſie ſich gratuliren. Aber— Cou⸗ ſin! Couſin!— der drohende Finger erhob ſich abermghls.—„Sie wohnt bey den Aeltern ihres Mannes auf der Moritz⸗Straße in Nummer—* 30, das iche Haus und ſteigen von der Kutſche genannt zei

Die geſtattete Begleitung ward mir ann in der That noch weit intereſſanter und angenehmer.

„Sie haben mich heute geängſtet— ſagte das reitzende Weib, da ſie an meinem Arme hing, mit ſehr ſanftem, hinreißenden Augenaufſchlagen.

„Und ſie mich beſchämt“— erwiederte ich—

„da ſie doch ſelbſt durch ihr raͤthſelhaftes Beneh⸗ men auf der Reiſe und durch ihr heutiges Ver⸗ läugnen mich zur Rache gereitzt hatten!“

Sie. Wir wollen gegen einander aufheben!