Teil eines Werkes 
1. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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Es dauerte nicht lange, als ſie völlig ent⸗

ſchlummert ſchien. Mich ließen meine Gedanken eines gleichen Gluͤckes nicht theithaft werden, und mein böſer Damon blies mir ſogar den Arg⸗ wohn ein, daß der feſte Schlaf viellecht auch bey meiner Gefaͤhrtinn nur Verſtellung ſey.

Dirſer Verdacht beſtaͤtigte ſich. Denn meh⸗ rere Mahle in der Nacht bemerkte ich, daß ſie mit dem Lieutenant heimlich ſprach— und zwar zuletzt ziemlich angelegentlich und lange!

„Ach du armer Betrogener in der Jasmin⸗

Laube zu B.!— ſo erhoben ſich meine naͤcht⸗

lichen Klagen auf der gelben Kutſche—„ach, du armer Vetrogener! Wie weiſe haͤtteſt du ge⸗ handelt, dir den echten, ſteinalten Malaga fuͤr ſechzehn Groſchen aufs beſie munden zu laſſen, und den weltberuͤhmten Sandkuchen nicht zu ver⸗ ſchmähen! Jetzt windeſt du dich vielleicht ſchlum⸗ merlos auf deinem einſamen Lager, und verfolgſt die reiſende Geliebte mit zaͤrtlichen Gedanken,

ntt Seufzern und Thraͤnen; jetzt tröſteſt du dich

vielleicht damit, daß der liebe Mond— der ach! heute leider nicht ſcheinet— ſonſt auch die An⸗ gebethete beſcheinen wuͤrde; aber— wenn du es wuͤßteſt, daß ſie jetzt mit einem Lieutenant zi⸗

ſchelt, der ſtark in Muſen⸗Almanachen beleſen iſt und noch ſtärker von wohlriechenden Waſſern

duftet—— wenn du es wuͤfteſt—1*

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