um ihrer Schweſter, wie wohl zu ſpät, etwas
nachzurufen.
Jetzt zog der Fremde den Kopf nicht zuruͤck. Zwar ſchien er, dem ſchon Jettchens Modetracht nicht wenig aufgefallen war, uͤber Lottchens ſtädtiſche Kleidung zu ſtutzen; da aber der nette Strohhut und das knapp anſchließende Jagdweſt⸗ chen dem bluͤhenden, gleich ihren nachbarlichen Tannen aufgeſchoßten Waldmaͤdchen gar nicht uͤbel ſtand, oder er vielleicht zu ihr aus irgend einer Urſache beſonderes Zutrauen verſpuͤrte; ſo wagte er es, näher zu kommen, und begruͤßte die ſich einſam duͤnkende Schoͤne mit edlem, maͤnnli⸗ chem Anſtande.
Lottchen wußte nicht recht, wie ihr bey die⸗ ſem Gruße geſchah. Der Fremde erkundigte ſich, wie es ſchien, ſehr angelegentlich, nach dem alten Pfarrer zu Baͤrenklan. Die Stimme, klang ſie
ſchon faſt rauh, erweckte doch angenehme Erinne⸗
rungen in ihr; das Geſicht, war es gleich von
der Sonne gebraͤunt und baͤrtig, ſchien ihr doch
anziehend, ja bekannt; die feurig blitzenden Au⸗ gen, wurden ſie gleich von einem drohenden Fe⸗ derbuſche beſchattet, duͤnkten ihr doch hoͤchſt aus⸗ drucksvoll und gar nicht abſchreckend.
Mit Beklommenheit, mit hochklopfendem Bü⸗ ſen, antwortete ſie dem ſchlanken Unbefennten;


