Teil eines Werkes 
1. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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Jagdjunker zuruͤck gehalten wurde, ſo war ſie doch zu ſchwach, vielleicht anch, nach ihrem Ver⸗ haͤltniſſe zu der Tante, nicht immer vermoͤgend, ihn ganz zu vermeiden. Da hingegen ſpann ſich zwiſchen dem in allen Kuͤnſten der Verfuͤhrung geuͤbten Ex⸗Fähnrich und Jettchen ein roman⸗ haftes Verſtändniß an, in welchem dieſe leicht⸗ glaͤubige, geſchmeichelte junge Thoͤrinn ſich nicht wenig gefiel.

Sehr unerwuͤnſcht, doch noch gerade zu rech⸗ ter Zeit, traf daher nach ungefähr drey Jahren der Oberfoͤrſter in der Reſidenz ein. Er mochte durch einen Freund von der Auffuͤhrung ſeiner Loͤchter, die freylich durch den Ruf noch etwas in das Schlimmere gemahlt wurde, einige Winke bekommen haben, oder uͤberhaupt der ſtadtiſchen Erziehung, ruͤhrte ſie auch von einer reichen Verwandten her, nicht allzu viel trauen; genug, er zog in**** allenthalben Erkundigung ein, machte dann bey der Frau Tante ſeinen Beſuch, erklaͤrte dieſer ganz kurz, daß er bey zunehmen⸗ dem Alter ſeine Toͤchter in der Wirthſchaft nicht länger miſſen könne, bath ſich die Angabe ihres RKoſtgeldes aus, zahlte den Betrag aus der hirſch⸗ ledernen Geldkatze mit blanken Kronthalern auf den Tiſch, und ſchloß damit, daß Lottchen und Jettchen ſich morgen fruͤh zur Abreiſe ten moͤchten.