Teil eines Werkes 
1. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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Man wartete und hoffte noch einige Taßé vergeblich; Birkholz pfiff und konnte es nicht be⸗ greifen, daß der junge Burſch ſich ſo gar tief gekränkt fuͤhlen ſollte; Wolf maulte mit ſeinem Herrn, putzte alle alte Flinten und Buͤchſen, welchen ſeit Jahren dieſe Ehre nicht wiederfahden

war, und ſchnitt der Haushälterinn und allem,

was weiblich war, grämliche Geſichter. Die Haushaͤlterinn erwaͤhnte zuweilen des Evange⸗ liums vom verlornen Sohne; Lottchen weinte,

und ſtrickte eifriger als jemahls; kurz im ganzen

Hauſe ſtand nichts mehr auf dem rechten Flecke⸗

Unter allem ſchien jedoch das zaͤrtliche Lott⸗ chen uber Philipps Flucht am meiſten bekuͤm⸗ mert. Djeſe ſchlich herum wie ein Schatten,

und ſo wenig ſich ihr Vater uͤberzengen konnte, mit Philipp und ihr zu weit gegangen zu ſeyn, ſp wuͤnſchte er doch, da geſchehene Dinge ein⸗

mahl nicht zu aͤndern ſtanden, das Maͤdchen ein wenig zu zerſtreuen und aufzurichten.

Sehr willkommen war ihm daher der bald darauf von einer reichen Verwandten in der Bauptſtadt geſchehene Antrag, ſeine beyden Toͤch⸗ rer, die doch nicht wie Banerdirnen aufwachſen koͤnnten, zu ſich zu nehmen. Auch die beyden Miädchen, welchen ſchon beh dem bloßen Rah⸗ men der Stadt das Herz ſchneller ſchtug, konn⸗ n die gute liebreiche Tante nicht t0 genug