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— Gott, wenn meine Liebe mir ſeine Ach⸗ tung rauben könnte?— Er iſt ein Mann,— und die Männer ſind gewiß alle viel ſtrenger, und haben oft ganz andere Anſichten als wir!— Ich werde künftig beſſer über meine Ausdrücke wa⸗ chen!— Ach, ich glaubte. immer meinem Gefühl unbeſorgt folgen zu können, weil es ſo ruhig vor dem Himmel beſtand,— und that doch viel⸗ leicht nicht wohl daran!—
Richardis, glauben Sie mir, für ein Geſchöpf, das von dem Gefühl und der Phantaſie ſo aus⸗ ſchließlich beherrſcht wird, als ich, wäre nur ein ſicheres Schreiten an der Seite eines Mannes ge⸗ weſen, der den Ernſt eines gereiften Charakters mit einem ſo klaren, feſten Willen verbindet, als wie es bei Rorden der Fall iſt. Ich hätte in ſei⸗ nem gebildeten Geiſt und gefühlvollen Herzen ſtets Nahrung gefunden für meine Seele, auch in der tiefſten Abgeſchiedenheit,— und wäre des unſi⸗ chern Schwankens überhoben geweſen, von dem ich mich, von ſeiner Leitung verwöhnt, voft noch be⸗ unruhigt ſehe. Doch was nützt es mir denn, ei⸗ ner Sache nachzudenken, die, wenn ſie auch die entſchiedenſte Wahrheit enthält, ja doch der Un⸗ möglichkeit angehört!— Er ſelbſt hofft ja für meines Vaters Wünſche, ja vereint ſelbſt die ſeinigen damit!— Wie ſtark die Männer ſind!—


