Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Hundertfünfter Brief.

W a l er an Norden

Ins der Reſidenz, im Mai 18*.

Jch kann Dir zu meiner Freude die erwünſchteſte Nachricht von dem Befinden der Comteſſe Domelli geben! Ich habe ſie bei der Einweihung des neuen Salons im fürſtlichen Palais geſehen und ſorg⸗ ſam beobachtet. Sie zu ſprechen, gelang mir nicht, weil ſie unter dem Gefolge der Fürſtin, und ſtets mit ihren Hofcavaliers umgeben war, doch machte ſie mir, als ſie einmal bei meinem Platze vorbei⸗ tanzte, eine ſehr artige Verbeugung, zum Beweis, daß ſie Nordens Freund erkannt hatte. Daß ie vollkommenſte iſt, kann ich Din F verſichern, ſie blühte gleich einer Maienroſe unter dem weißen Lilienkro ranze, der ihre Stirn beſchattete. Es iſt wahr, ſe iſt ein ſchönes Geſchöpf, und bei den hohen Figeuſchaften ihres Gemüthes eine