Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Miene an, und frug nach ihrem Befinden. Sie dankte mir artig, und da ich fortfuhr, mich nach ihrem Vater und hauptſaͤchlich nach dem Superin⸗ tendenten zu erkundigen, ſo wurde ſie immer freundlicher, und kehrte zuletzt zu dem eben verlaſ⸗ ſenen Platze zurück. Ich ſah, daß es heute galt, alle meine ſatyriſchen Bienenſchwärme im Korbe zu behalten, ich that gewaltig ernſt und geſetzt, ſprach mit ihr von der letzten Predigt und den Kirchen⸗Muſiken, und ließ nur zuweilen ein Wort irreligiöſer Freigeiſterei fliegen, um das Vergnügen zu haben, von den ſchönen Lippen der frommen Heiligen mich allmählig bekehren zu laſſen. Der Eifer, womit ſie mir in ſolchen Fällen widerſprach, und die Freude, wenn ich hier und da ihr einen kleinen Sieg über mein verſtocktes Gemüth ein⸗ räumte, zeigten mir, wie ich unbewußt den beſten aller Wege eingeſchlagen hatte, der mich zu den Pforten ihres Herzens führen konnte. Kein Ver⸗ ſuch, ihr durch die Schätze meiner Gelehrſamkeit zu gefallen, war mir ſo geglückt, als der heutige, der die kleine Proſelytenmacherin ſichtlich in meine Gewalt gab. Ich werde auf dieſer Bahn bleiben, und allmählig weiter vordringen, ohne ſie durch gänzliche Verläugnung meines Charakters mißtrau⸗ iſch zu machen. Jeder Triumph ihrer Frömmigkeit muß ihr ſo viel als möglich erſchwert werden,

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