Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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te ſich ſpäter einige Bemerkungen über Ordeck er⸗ lauben, die mir gar nicht gefielen.— Als wir zu Hauſe waren, bangte mir,— die Baroneſſe wür⸗ de mir den geſtrigen Verweis wiederholen,— aber ſie ſagte gar nichts darüber, ſondern ſchien dieſen Abend ganz anderer Meinung geworden zu ſein. Woher mochte dies kommen, Richardis? Ich glau⸗ be, der Werth des Menſchen wird hier von oben herab beſtimmt! Die Fürſtin iſt allerdings eine ſo weiſe, ſo hochgebildete Frau, daß ihre Meinung für ihre Umgebungen von großer Wichtigkeit ſein muß; aber mich dünkt, man ſollte deshalb nicht aufhören, den eigenen Anſichten treu zu bleiben. Ein jeder Menſch muß ſein eigenes Urtheil ehren, und daher vorſichtig mit demſelben ſein, um nicht ein vorſchnelles zurück nehmen zu müſſen.

Heute Morgen erhielt ich einen ſchönen Pa⸗ pagei zum Präſent, und rieth, ob mir gleich der Name des Gebers verborgen blieb, ſogleich auf den Grafen Ordeck. Der bunte Schwätzer ruft unaufhörlich:„Angela, kehr' zurück!“ Mir wurde anfänglich dabei recht bange um's Herz, und auch der Baronin klang das Schreien ſo ängſtlich, daß ich den Käfig verhängen mußte, um den Vogel zum Schweigen zu bringen. Noch hab' ich Ordeck nicht geſehen, um ihm danken zu können, aber er reiſt gewiß nicht ab, ohne von mir Abſchied ge⸗