— daß ich durch eine zu lebhafte Unterhaltung mit dem Grafen die Aufmerkſamkeit meiner Umgebun⸗ gen auf mich gezogen, und gewiß zu manchen Be⸗ merkungen Anlaß gegeben hätte. Dem zufolge ſchien ſie auch den Beſuch des Grafen nicht gern zu ſehen,— doch ſah ſie wohl ein, daß er eben ſo wenig auf eine ſchickliche Art abzulehnen ſei. Ordeck erſchien, und wurde mit Höflichkeit von der Baroneſſe aufgenymmen. Einige muſternde Blicke abgerechnet, die ſie auf ſein langherabhängendes Haar, und ſeine ſchlichte Kleidung warf, war ihr Betragen artiger gegen ihn, als ich es nach dem vorigen Geſpräch erwartet hatte, ſie verſtand ihn vollkommen zu behandeln, und lockte ſeinen Geiſt ſo künſtlich hervor, daß ich ihre Feinheit bewun⸗ dern mußte. Zufällig hatte die Baroneſſe des Balles erwähnt, zu dem wir denſelben Abend von der Fürſtin eingeladen waren;— der Graf fing dieſe Nachricht begierig auf, und ſchien einen Plan zu entwerfen. Ich bedauerte ihn im Stillen, da die Geſellſchaft, wie ich wußte, von der Fürſtin ſelbſt gewählt, und für ihn kein Eintritt zu hof⸗ fen war.
Welche Ueberraſchung aber, o Richardis! als wir Abends in den kerzenerleuchteten Saal traten, — und des Grafen Geſtalt die erſte iſt, die mei⸗ nen Blicken begegnet. Er war auf das eleganteſte
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