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ſeine erhöht! Erſt geſtern hat er uns wieder auf eine ſo angenehme Art überraſcht. Unſere Güter ſind durch einen kleinen See getrennt, auf welchem ſich eine Inſel befindet, die gar anmuthig von wil⸗ den Roſen und anderm Buſchwerk umwachſen iſt. Ich ſprach früher davon, wie artig ſich dort eine Fiſcher⸗Hütte ausnehmen, und welchen angenehmen Aufenthalt dieſe Inſel bei ſchwüler Witterung ge⸗ währen könnte. Er lud uns heute zu einem Spa⸗ ziergang an den See ein. Sein ungemein heite⸗ res Weſen ließ mich ſogleich irgend eine Ueberra⸗ ſchung vermuthen. Eine zierliche Gondel nahm uns am Ufer des klaren Waſſerſpiegels auf. Wir ſchwammen leiſe geſchaukelt von der ſpielenden Fluth unter fröhlichen Geſprächen dem grünen Ei⸗ land entgegen. Sanfte Töne wehten von dort berüber, ich warf einen fragenden Blick auf den Grafen, der mir lauſchend gegenüberſaß, und ſich an meinem Erſtaunen ergötzte. Die Melodien
ſchienen bald näher zu kommen, bald ſich in weiter Entfernung zu verlieren. Die tiefe Ruhe des Abends, der Frieden auf dem wetten Waſſerreich, und jene langgehaltenen Flötentöne ſtimmten mich nach und nach ſehr wehmüthig. Ich konnte es nicht vermeiden, daß mir einige Thränen entfielen, es war mir, als lößten ſich jene verhallenden Klänge von meinem Leben los, als würde mit jedem ver⸗


