Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Weißt Du nun, für wen ich baue, ſchmücke und verziere: für ſie allein, und durch ſie erſt für mich! Schelte mich nach Deiner alten Manier einen Schwärmer, einen Thoren, ich bin der Klüg⸗ ſte, und gewiß auch der Glücklichſte, ſo weit ich blicken kann. Ich finde nun endlich den wahren Zuſammenhang im Leben heraus. Alles bleibt Stückwerk, ſo lange der Grundton fehlt, der alle die einzelnen abgeriſſenen Klänge der Freude zu einer Harmonie verbindet.

Gottlob, daß Norden mich beſſer verſtand, als ich mich ſelber kannte! Kehre Du auch um, verblendeter Freund! Die Freiheit, welche wir verfolgten, war ein Irrlicht, das uns leicht von der rechten Bahn locken konnte. Nur in dem vol⸗ len Gebrauch unſerer Kräfte iſt Freiheit, und im Austauſch unſers Eigenthums mit den Gaben An⸗ derer, das wahre Glück. Ich bewege mich thätig in meinem neuen Wirkungskreiſe, ich finde überall zu ändern, zu beſſern. Die Natur um Holmſee hat eine intereſſante Phyſiognomie, und ſpricht mich täglich mehr an. Der Graf und mein Norden ſind mir Nachbaren wie ich ſie wünſche, und hängt dem Erſten gleich ein wenig Modethorheit an, ſo iſt es nur eine leichte Flitterzier, die ein redliches Herz bedeckt. Angela doch genug von ihr! Noch wagt' ich mit Keinem von ihr zu ſprechen⸗