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— Er hat auch perſönliche Vorzüge, die für ihn einnehmen müſſen. Er iſt in den Jahren blühen⸗ der Kraft, voll Gewandtheit in jeder ritterlichen Uebung, und mangelt ihm gleich die feine Zierlich⸗ keit unſerer Elegants, ſo erſetzt dies wieder eine ſo tiefe Gemüthlichkeit, und ein ſo biederes, gefäl⸗ liges Weſen, daß man jene Eigenſchaften gern da⸗ bei vergißt, ja ſelbſt zu ſeinem vriginellen Weſen unpaſſend finden würde.— Ich kann mir denken, daß er ſelbſt den Damen nicht unintereſſant ſein dürfte!— Die Natur, wie form- und regellos ſie auch erſcheint, wird, wenn ſie eine edle iſt, bei unverdorbenen Gemüthern mehr Glück machen, als ein gekünſteltes, fein berechnetes Betragen. Selbſt Angela hat ſich darüber ſchon gegen mich ausgeſprochen, mit viel Wärme, aber auch viel Offenheit, was mir gefiel. Ihr Vertrauen wird, boffe ich, mein bleiben! Und verweigert es auch die Lippe, mir dieſen Tribut zu zollen, ſo würde er mir doch nicht entgehen! Ich kenne jede Regung ihrer Züge, und durchſchaue mit einem Blicke dieſe Kryſtall⸗Natur. Graf Ordeck wird, wie ich fürchte, nicht ſo leicht die einmal gefaßte Anſicht von dem ſchönen Geſchlechte aufgeben; er tändelt auf eine kindiſche Art um die Comteſſe her, ſucht ihr auch wohl durch die abentheuerlichſten Erzählungen die Zeit zu vertreiben, doch ſpricht er von ihr, wenn


