galt.— O, Walter, ich bin krank, ſehr krank ge⸗ weſen! Erſt jetzt, da meine Bruſt freier athmet, durchblicke ich klar jenen unglückſeligen Zuſtand. Weit hatte mich der Wahnſinn gekränkter Liebe, gereizten Stolzes getrieben, weit hinweg von dem freundlichen Hirten, deſſen Fußtapfen wir nach⸗ folgen ſollen!— Nur Gott kennt die Leiden jener Zeit! mein geiſtzerſtörendes Forſchen, das ſich in die Labyrinthe des Mißtrauens verlor,— mein Schwanken zwiſchen Liebe und Zweifel, aus denen ich keinen Ausweg fand, als den zu meinem jetzi⸗ gen Elend!— Gott überſchauet dies Alles, und wird den Kranken nicht allzuſtreng richten, der im fieberhaften Wahne ſich in dem Mittel vergriff, um den Seelenzuſtand zweier Verirrten zu heilen! — O, könnte ich doch Allen zurufen: hinweg mit dem ängſtlichgrübelnden Verſtande, hinweg mit dem künſtelnden Scharfſinne, wo das Herz allein eine Stimme haben ſollte.— Aber dies Herz war er⸗ kaltet, das war die Wurzel des Uebels! Gott hat es erſt jetzt wieder geweckt, da ich an dem Grab⸗ bügel ſtand, in den meine Härte die Unglückliche hinab verwies.—
Wohin nun mit dem reichen innern Leben?— Wohin mit dem neuerweckten Frühling meines Her⸗ zens?— Kein liebes Haupt an meiner Seite, auf


