— 157—„ ſättlich, er hing ſich wie ein Polyp an das Herz des hinſterbenden Geſchäfts, und nahm ſich vor, nicht eher abzulaſſen, als bis Alles in ſeine Hände gekommen war.
Mistreß Lowter konnte Schritt für Schritt dieſem Werke der Vernichtung folgen. Der ehe— malige Commis nahm ſich gar nicht die Mühe, ſein Verfahren zu verbergen, ſondern er zwang die Wittwe ſogar, ſeinen Diebſtahl durch ihre Unterſchrift zu beſtätigen. Sie nnterzeichnete die Wechſel, deren Betrag Bage für ſich einkaſſirte. Wenn ſie zuweilen, durch den Gedanken an ihre Kinder ermuthigt, einen ſchüchternen Widerſtand wagte, dann zählte ihr Bage mit frecher Härte die Strafen auf, welche das engliſche Geſetz ge— gen Fälſchung ausſpricht.
„Ueber was beklagen Sie Sich, werthe Mis⸗ treß Lowter?“ ſagte er dann zu ihr;„Sie ſe⸗ hen, daß ich Sie ſchone.“
Ein halbes Jahr nach dem Tode des Ban⸗ kiers trieb Bage ſeine ſchonungsloſe Frechheit ſo weit, daß er Mistreß Lowter aus ihrer Wohnung vertrieb, um dieſe ſelbſt einzunehmen. Dieſe Woh⸗ nung ſtand, wie wir erwähnt haben, mit dem Kabinet Peter Lowters in Verbindung, und dies beſtimmte Bage zu jenem Schritte. Er wollte ſelbſt über die Erhaltung des Uinterpfandes ſeiner uſurpirten Macht wachen. lUeberdies machte es ihm ein ſchändliches und kleinliches Vergnügen,


