Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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5.

Schon am folgenden Morgen wurde der ge⸗ heimnißvolle Schrank geleert; man bekleidete die Figur mit einem Schlafrocke und ſetzte ſie in einen Lehnſtuhl. Da man ſie nicht von außen ſehen laſſen konnte, wurde die Wand, welche das Ka⸗ binet von den Bureaus trennte, durch Glasfenſter erſetzt, die nur halbdurchſichtig waren und erlaub⸗ ten, das undeutliche Profil Lowters zu ſehen, der in tiefe Gedanken verſunken zu ſein ſchien.

Bage hatte richtig berechnet. Das Unglaub⸗ liche einer ſolchen Liſt entfernte jeden Verdacht. Als man es endlich ſonderbar fand, daß der Bankier ſein Kabinet gar nicht mehr verließ, hielt man ihn nicht für todt, ſondern für verrückt, und dies war der erſte Grund, daß der Eredit des Hauſes ſank.

Ein anderer und noch weit gefährlicherer aber zeigte ſich bald in dem Geſchäftsführer Thomas Bage ſelbſt, welcher bedeutende Summen aus dem Geſchäfte nahm. Mistreß Lowter wurde ſchnell und hart beſtraft für die Schwäche, mit welcher ſie den Rathſchlägen dieſes Mannes ge⸗ folgt war. Als einziger Führer des Geſchäfts kamen alle Einnahmen in ſeine Hände; er gab

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