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den Befehl zum Angriff zu geben, aber ein Blick
auf die feſte und drohende Stellung des alten Stallmeiſters verſchloß ihm den Mund. Er hatte gehört, daß Ind früher für einen der tüch⸗ tigſten Haudegen in der ganzen Umgegend von Rennes galt, und ſein Anblick war keinesweges geeignet, dieſen Ruf zu widerlegen. Jud war allein, aber von den vier Angreifenden waren zwei gewöhnliche Bedienten, die nur genommen worden waren, um die Zahl voll zu machen; der dritte, Meiſter Alain, ein abgelebter und durch ſeine tägliche Trunkenheit geſchwächter Greis, ſchwankte ſchon von einem weit vorgerückten Rauſche; der vierte endlich, Lapierre ſelbſt, konnte zwar, wenn er gereizt wurde, als ein keinesweges zu verachtender Gegner betrachtet werden; allein ein Kampf war eigentlich nicht ſeine Sache und er ließ ſich nur im äußerſten Nothfall darauf ein.
Sonach waren die einander gegenüber n⸗ den Streitkräfte, wenn ſie ſich auch nicht voll⸗ ſtändig ausglichen, einander doch ziemlich gleich.
Meiſter Alain befand ſich, zwar ziemlich ent⸗ fernt, in Juds Flanke, Lapierre ſtand dem Letz⸗ teren gegenüber, und die beiden andren Diener füllten den Raum zwiſchen Beiden aus.
Nachdem Lapierre einige Augenblicke überlegt hatte, ſenkte er ſeinen Degen und ſteckte den Dolch in den Gürtel. Während dieſer Pauſe
Der Wald von Rennes. III. 3


