2.
Pier gegen Einen.
Ind war, wie wir erzählt haben, von der
alten Wirthſchafterin eingelaſſen worden, und hatte ſich auf ſein Bett geſtreckt, das in einem
Winkel des Zimmers ſtand, um ſeinen Herrn zu
erwarten.
Er war höchſt erſtaunt, als Didier ſchlafend von zwei Dienern hereingetragen wurde, und
ſeine Unruhe hatte ſich dadurch perdoppelt; aber er hatte ſich ſtill verhalten, um nicht bemerkt zu werden.
Als die Bedienten ſich wieder entfernt hatten, rief er mehrere Male mit leiſer Stimme ſeinen Herrn. Allein dieſer war in einen bleiernen Schlaf verſunken und antwortete ihm nicht. Das Getränk, das ihm Meiſter Alain während des Abendeſſens eingeſchenkt hatte, war ein ſtar⸗ ker Schlaftrunk, mit dem von Herrn von Be⸗ chameil ſo ſehr gerühmten Guiennewein ver— miſcht.
Dieſes fortdauernde Stillſchweigen ſeines
Herrn erfüllte Jud mit einem finſtren Verdacht. „Das iſt ſonderbar!“ dachte er.„Sollten


