Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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dieſes bezaubernde Mädchen jeden Augenblick ſich vergrößern. Der Marquis erkennt ſich nicht mehr: dieſer Wüſtling, dieſer Verführer, der über die wider⸗ ſpenſtigſten Schönheiten triumphirt hat, iſt blöde und furchtſam bei einem Kind geworden, das keine andere Schutzwehr als ſeine Unſchuld und Tugend hat.

Zwölf Tage ſind verfloſſen, ſeit ſich Blanca in dem Schloſſe zu Sarcus befindet, und ſie haben ihre Lage nicht verändert. Jeden Morgen ſtattet ihr der Marquis ſeinen Beſuch ab; allein ſich dem Kuͤmmer überlaſſend, den ihr die Trennung von ihrem Ge⸗ liebten verurſacht, läßt das liebenswürdige Kind ſeine Thränen fließen und der Marquis entfernt ſich ſchnell. Des Abends gehen ſie mit einander in dem Parke ſpazieren, aber häufig ſchweigend, oder bloß einige Worte wechſelnd; Blanca träumt von Urbain, und Villebelle, zufrieden, ſich neben ihr zu befinden, hat noch keine frevelhaften Plane entworfen.

Nach Verfluß dieſer Zeit brachte dem Marquis eine Botſchaft von Paris die Nachricht, daß ſich ſein

Oſheim ſehr übel befinde und ihn vor ſeinem Tode

zu ſehen wünſche. Villebelle, der einzige Erbe dieſes ſehr reichen Verwandten, kann nicht umhin, ſich zu ihm zu verfügen, und entſchließt ſich, obgleich ungerne⸗ Blanca auf einige Tage zu verlaſſen. Er nimmt Germain mit ſich; allein die Bedienten, die er im Schloß läßt, haben ihre Inſtructionen erhalten, und es iſt ihm nicht bange, daß ſeine Gefangene entfliehen

werde. Ueberdieß verräth die traurige Blanca durch nichts die Abſicht, ſich zu flüchten. Der Marquis

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