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„Und Urbain, mein Herr, der arme Urbain! wenn er dieſen Abend kommen wird...“
„Urbain wird mir bei der Aufſuchung ſeiner Braut hülfreiche Hand leiſten.“
Der Barbier entfernt ſich. Margarethe läßt jetzt ihren Thränen freien Lauf: die gute Frau liebte Blanca mit der Zärtlichkeit einer Mutter; ſie kann ſich nicht an den Gedanken dewöhnen, daß ſie ihrer Gegenwart beraubt ſei. Sie erwartet Urbains Ankunft mit Un⸗
— geduld, denn es däuf ihr, er werde beſſer als jeder Andere ſein liebes Kind ieder aufzufinden wiſſen.
Touquet iſt einen Theil Tages abweſend. Nach ſeiner Rückkehr befragt ihn rgarethe über das Re⸗ ſultat ſeiner Nachforſchungen, llein er antwortet ihr kalt:„Es iſt keine Hoffnung meh vorhanden!“ Dieſe Worte erſtarrten das Herz der armen Alten, die nicht
könne. Die Stunde iſt gekommen, wo Urbain ſich für die Abweſenheit eines ganzen Tages entſchädigen will. „Nur noch ein Tag,“ ſagte er, ſich dem Hauſe des Barbiers nähernd,„und ſie wird die meinige ſein.“ Er eilt mit vor Liebe klopfendem Herzen vorwärts; als er aber nach Blanca's Fenſter blickt, ſieht er kein Licht, und dieſer geringfügige Umſtand ſetzt ihn ſchon in Erſtaunen und beunruhigt ihn, oder vielmehr eine
in der Liebe ſind die Vorempfindungen keine Chimären. Urbain klopft, Margarethe erſcheint; allein der
begriff, wie man ſich über Blanca's, Verluſt tröſten 1
geheime Vorempfindung lehrt ihn ſein Unglück, denn
Kummer, der auf ihren Geſichtszügen geſchrieben ſteht⸗


