Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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140 Achtes Kapitel.

Armer Urbain! 3

Am Morgen der Nacht, in welcher Blanca das Haus des Barbiers verlaſſen hat, kommt Margarethe zu ihrer gewöhnlichen Stunde von ihrem Zimmer herab; die gute Frau hat nichts gehört, ſie hat feſt geſchlafen, denn ſeit langer Zeit macht ihr der Liebe Luſt und Pein keine ſchlafloſen Nächte mehr. Sie begibt ſich ihrer Gewohnheit gemäß zu Blanca, die ſie jeden Morgen umarmie, findet die Thüre des Zimmers halb geöffnet, allein Blanca befindet ſich nicht darin, und die Unordnung, die daſelbſt herrſcht, ein zerwühltes Bett, Kleidungsſtücke, die auf den Möbeln des Gemachs zerſtreut umher liegen, Alles ſcheint irgend ein außerordentliches Ereigniß anzu⸗ kündigen.

Niemals ging Blanca ohne Margarethen aus; dieſe ruft ihr und da ſie keine Antwort erhält, begibt ſie ſich zu ihrem Herrn, um ſie da zu ſuchen. Allein der Barbier iſt allein in dem Saale des Erdgeſchoßes; Margarethe ſtößt einen Schrei des Entſetzens aus und ſagt:Ach, mein Gott! Wo iſt denn dieſes liebe Kind? 3

Was hat ſie, Margarethe? ſagt Touquet, der auf dieſe Scene vorbereitet iſt.

Blanca, mein Herr, Blanca iſt nicht mehr in ihrem Zimmer! Vergebens ſuche ich ſie ſchon lange; man hat uns dieſes theure Kind geraubt!

Geraubt! ruft der Barbier, Verwunderung

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