136
die Logen, findet daſelbſt einen Platz auf dem Vor⸗ dergrunde und wirft von da von Zeit zu Zeit zornige Blicke auf das Publikum.
Das Stück hat indeſſen begonnen, Turlupin und Gros⸗Guillaume ſind auf der Schaubühne und Chau⸗ voreille ſagt, ſich die Augen reibend, bei ſich:„Sap⸗ perlot! wenn ich ihn nicht getödtet hätte, ſo würde ich glauben, es ſei der Prinz von Cochinchina!“
Bald erſcheint Gautier⸗Garguille wieder: er ahmt den Gascogner wunderbar gut nach; ſeine Tracht iſt genau die des Ritters, deſſen Manieren und Grimaſſen er ſo gut kopirt, daß dieſer ausruft:„Das iſt noch ärger! Bin ich denn doppelt vorhanden?“
Sobald der Hanswurſt ſein Muſterbild in einer Loge erblickt hat, grüßt er ihn und ſchneidet ihm Ge⸗ ſichter. Die Augen der Zuſchauer ſind auf Chaudoreille gerichtet; man erkennt in dem Männlein, das man aus dem Parterre gejagt hat, das Individuum, das Gautier⸗Garguille kopirt und das Gelächter verdoppelt ſich. Der Ritter bemerkt, daß man ihn verſpottet; er wird wüthend, zieht ſeinen Degen und bedroht das Parterre, weil man Niemand herausfordert, wenn man eine ganze Maſſe von Menſchen herausfordert. Die Zuſchauer lachen ſtärker und Chaudoreille ſchwört, ſeine Loge verlaſſend, er werde nie wieder in's Hotel von Bourgogne kommen.
Auf der Straße, wohin einige Perſonen ihm nach⸗ gefolgt ſind, angekommen, läßt er ſeinem Zorne von Neuem freien Lauf und ruft, er werde den Hanswurſt, der es gewagt habe, ihn nachzuäffen, beſtrafen laſſen;


