Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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ſein Logis, läßt ſeiner Krauſe ein paar Nadelſtiche geben, ſtreicht ſeinen Knebelbart und ſeinen königlichen Schnurrbart neu an, ſtäubt ſeine Halbſtiefel ab, bürſtet ſeinen Hut aus, und ſagt, ſich zu ſeinem Rendezvous auf den Weg machend:„Wie groß auch die Reize einer Prinzeſſin ſein mögen, ſo wollen wir doch nicht vergeſſen, daß ich dieſen Abend in die Vorſtadt St. Antoine zurückkehren muß, um daſelbſt hundert Pi⸗ ſtolen von dem Marquis in Empfang zu nehmen! Alle Teufel! um hundert Piſtolen verließe ich die Lieblingsſultanin und alle Kebsweiber des Groß⸗ türken!“

Es fängt an Nacht zu werden, und ſeit einer hal⸗ ben Stunde geht Chaudoreille an dem Orte ſpazie⸗ ren, wo ihn die Alte angeredet hat. Er trägt die Naſe hoch empor und blickt nach allen Fenſtern, ſucht ſich aber allererſt zu verſichern, ob er keine Waſſerträger ſieht. Endlich verläßt die Alte, die den Tag zuvor mit ihm geſprochen hat, ein Haus von ziemlich ſchönem Ausſehen, geht an ihm vorüber und ſagt ganz leiſe zu ihm:„Folgen Sie mir... aber geben Sie ſich nicht das Anſehen, als ob Sie mit mir gingen.“

„Genug!“ erwiedert Chaudoreille und folgt der Magd auf den Ferſen nach, um ſie nicht aus dem Geſichte zu verlieren.

Sie treten in das Haus; die Dienerin ſteigt die Treppe hinauf, legt einen Finger auf ihren Mund, und gibt Chaudoreille ein Zeichen, ebenfalls hinauf⸗

zuſteigen. Der Ritter folgt ihr. Aber plötzlich packt