Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Gefühl ihren ganzen Sinn beherrſchte. Sie hüpfte jeden Augenblick von ihrem Lager auf und ſprang wieder auf daſſelbe zurück, wiederholt ausrufend: „Es iſt ein Jüngling... er iſt es, der ſo gut ſingt... Mein Gott, wer hätte es geglaubt! er war

ſo hübſch als Mädchen.. doch wird er, glaube ich, 3

als Jüngling noch hübſcher ſein.. Ach, ich wollte, es wäre ſchon wieder Abend... Er ſagt, er liebe mich... das iſt drollig... liebe ich ihn auch?... ja, ich glaube... Indeſſen werde ich Margarethen bitten müſſen, mir zu erklären, was Liebe iſt... ſie muß dieß wiſſen; arme Margarethe, wie wirſt du ſtaunen, wenn du erfährſt, daß es kein Mädchen war!.. Achl ich wünſchte, es wäre ſchon Tag...“ Der ſo lange erſehnte Tag bricht endlich an. Blanca iſt ſchon lange auf; ungeduldig darüber, daß ſie ihre gute Alte noch nicht herabſteigen hört, kann ſie ſich nicht länger bezwingen; ſie eilt daher in Margarethens Zimmer hinauf und ruft, an die Thüre klopfend, aus:„Wache doch auf, meine Beſte, es iſt ſchon ſpät... ich habe Dir tauſend Dinge mit⸗ zutheilen... ſtehe auf, ich bitte Dich; Du haſt ſchon genug geſchlafen.“ Margarethe, die man nie aufweckte, weil ſie ſtets ziemlich früh herabkam, reibt ſich erſchrocken die Augen, glaubt, das Haus ſtehe in Flammen, ſucht ihre Ge⸗ danken zu ſammeln und den ihr anvertrauten Talis⸗ man aufzufinden, und verwickelt ſich in ihre Betttücher⸗

indeß ſie ihre Schutzheilige anruft und zwiſchen den Zähnen murmelt:„Sollte mir ihn wohl der Teufel

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