Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Ich möchte ſie immer ſo drücken, ſie unaufhörlich an mein Herz halten.

Dieß iſt alſo ebenfalls ein Liebesbeweis?

Ja, Blanca; allein wenn das Ihnen mißfällt, ſo werde ich dieſe theure Hand loslaſſen.

O, das mißfällt mir nicht; allein die Ihrige brennt, ſie erwärmt die meinige, und dennoch zittern Sie; iſt es ebenfalls die Liebe, die das verurſacht?

Ja, ſie entflammt mein Herz, verzehrt es.

Ach, es muß wehe thun, ſo zu lieben.

Urbain hat Blanca's Hand an ſeine Lippen ge⸗ bracht und bedeckt ſie mit Küſſen; das junge Mädchen läßt ihn machen. Indeſſen fangen die leidenſchaftlichen Blicke ihres Liebhabers an, ihre Seele in eine unbe⸗ kannte Verwirrung zu verſetzen, ihr Buſen pocht ſchneller; ſie ſeufzt und ſpricht mit ſchwacher Stimme: Urbain... Urſula... mein Gott! ich weiß nicht, was ich habe, allein ich fürchte mich ſehr vor Ihrem Uebel;

ſehen Sie, wie ich jetzt ebenfalls zittere; ach, mein

Talisman!

Arme Blanca, was thuſt du? Indem du dich gegen die Gefahren, die dir drohen, ſchützen willſt, zeigſt du jene geheimen Schätze, an denen die Vernunft eines ſchwachen Sterblichen ſcheitern muß, und Ur⸗ bains Vernunft hat ſchon längſt Mühe, ihre Herr⸗ ſchaft noch einigermaßen zu behaupten. Ungeachtet er bei ſich gelobt, die Tugend des jungen NMädchens zu achten, ſo gibt er doch der Inbrunſt nach, die ihn verzehrt; er hält Blanca feſt umſchloſſen, und be⸗ ſchwoͤrt ſie, nicht zu zittern; die erſtaunte Blanca drückt