Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Marcel war achtundzwanzig bis dreißig Jahre alt, klein, dick und unbekümmert; ſein Gehorſam und ſeine Genauigkeit waren unvergleichlich; allein er war mit ſehr wenig Genie begabt und nicht im Stande, eine Intrigue zu leiten. Der Marquis, der verſchlagenere, thätigere und unternehmendere Leute brauchte, der aber Marcels Treue ſchätzte, hatte ihm die Aufſicht über ſein Luſthaus anvertraut, weil er ihn auf keine andere Art zu gebrauchen wußte. Hier

beſchränkten ſich Marcels Dienſtverrichtungen auf eine

paſſive Befolgung der Befehle, die ihm ertheilt wur⸗ den; allein allen Intriguen, deren Schauplatz dieſes Luſthaus war, fremd, wußte er zuweilen ſogar den Namen der Perſon nicht, die während eines kurzen Zeitraums unumſchränkte Beherrſcherin dieſes Orts war: es lag ihm wenig daran, und ſeine Sorgloſig⸗ keit war eine Bürgſchaft für ſeine Verſchwiegenheit— eine Eigenſchaft, welche das Amt, das er begleitete,

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erheiſchte.

„Sie kennen Chaudoreille,“ ſagte der Barbier zu Marcel, mit ihm durch den Gang ſchreitend, der zur Treppe führte.

„Ja, mein Herr,“ antwortete der Diener, einen Seufzer ausſtoßend;„ich habe ihn kennen gelernt... in einer ziemlich unglücklichen Sache, weil ſie mich ſechs Monate in's Gefängniß gebracht hat; und Gott weiß, ob ich ſchuldig war. Vor ungefähr ſieben Jah⸗ ren, ich ſtand noch nicht in Dienſten des Herrn Mar⸗ quis, befand ich mich in einer Schenke, Chaudoreille war auch da: er ſpielte Piquet mit zwei andern Rit⸗