Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Chaudoreille, erweiſe mir den Gefallen und ver⸗ halte Dich ruhig; ich werde ohne Deine Hülfe das Mädchen recht gut zu erkennen wiſſen, obſchon ich es noch nie geſehen habe; ich bin gewiß, daß ich mich nicht täuſche. Aber wenn ſie nicht kommt, ſo werde ich Dich unter der Brücke Waſſer ſchlucken laſſen, damit Du Deine Aufträge künftig beſſer ausrichten lernſt.

Chaudoreille hat die letzten Worte des Barbiers nicht gehört und ſich bereits von ihm entfernt; allein er kommt haſtig und mit verwirrter Miene zurück.

Was iſt es wieder? fragte Touquet..

Eine Wachpatrouille, die ich ſo eben bemerkt habe und die an uns vorüberziehen wird.

Was kümmert uns aber die Wache? Iſt es ver⸗ boten, auf der Brücke ſpazieren zu gehen? Und ſähe ſie uns ſelbſt ein Mädchen entführen, ſo ſtehe ich da⸗ für, daß ſie ſich nicht in die Sache miſchen würde.

Haben wir kein verdächtiges Ausſehen?

Du flößt mir Mitleid ein.

Ich will mir eine lachende Miene geben, um allen Verdacht zu entfernen.

Hier haſt Du Etwas, um Dir mehr Muth ein⸗ zuflößen.

Mit dieſen Worten gibt der Barbier dem Ritter einen Stoß mit dem Fuße, allein dieſer empfängt ihn ſingend und begnügt ſich damit, den angegriffe⸗ nen Theil ſeines Körpers zu reiben und zugleich Läufe zu trillern, weil die Wache in dieſem Augenblick an ihnen vorüberzieht. Sobald er die Patrhihi aus dem