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dieſes Kabinet verlaſſen, ich werde die Thüre zwei⸗ fach verſchließen und ſie nicht mehr öffnen, ſo lange ich auf dieſem Zimmer wohne.“
Mit dieſen Worten zieht die alte Dienerin das junge Mädchen hinaus und verſchließt die kleine Thüre zweifach, zwiſchen den Zähnen murmelnd:„Ach! wenn irgend ein Zauberer ſie öffnen will, ſo wird die⸗ ſes Schloß ihm keinen Widerſtand leiſten; allein jeden Abend werde ich meine Ofenſchaufel und Feuerzange übereinander gekreuzt vor dieſe Thüre ſtellen.
Nach Beendigung dieſer Beſichtigung ſteigt Blanca in ihr Zimmer hinab, die Romanze trillernd, die der junge Menſch am Abend zuvor geſungen hat, und Margarethe geht wieder an ihr Geſchäft.
Der Barbier hat ſein Mittagsmahl früher ein⸗ genommen als gewöhnlich, und um ſechs Uhr Abends verläßt er ſeine Wohnung, nachdem er wiederholt zu Margarethen geſagt hatte:„Verdopple ſie ihre Wach⸗
ſamkeit, laſſe ſie nicht einen einzigen Menſchen ohne
meine Erlaubniß in Blanca's Zimmer dringen, und gebe ſie mir Nachricht, wenn ſie irgend einen Sän⸗ ger auf der Straße hört.“
Die Alte hat verſprochen, zu gehorchen. Touquet hüllt ſich in ſeinen Mantel und begibt ſich fort, um den Auftrag des Marquis zu vollziehen. Gewöhnt, ähnliche Intriguen zu leiten, weiß er, wo er ſich Alles verſchaffen kann, was er bedarf, und um drei Viertel auf acht Uhr befindet er ſich auf der Brücke la Tour- nelle, während hundert Schritte von ihm zwei Menſchen neben einer Art von Reiſewagen ſeine Befehle erwarten.


