und ſie ſeufzt, einen Blick auf die Straße werfend. Margarethe geht an ihre Arbeit, indeß ſie zu Blanca ſagt:„In der Stunde, in welcher der Herr mit ſei⸗ nen Kunden am meiſten beſchäftigt iſt, wollen wir uns Beide in mein Zimmer begeben; allein, mein Kind, ſprechen Sie ja nicht von Muſik.“ Blanca ver⸗ ſpricht es mit dem Bemerken:„Wie kann man ſich erzürnen, wenn Jemand eine ſo ſchöne Arie unter unſern Fenſtern ſingt?“
Der Barbier ſpricht mit dem jungen Mädchen nicht von dem Abenteuer der vergangenen Nacht; er begnügt ſich, ſie zu beobachten, und das liebenswür⸗ dige Kind, das ſich noch an die Drohungen erinnert, die er gegen den jungen Menſchen ausgeſtoßen hat, trägt kein großes Verlangen, mit ihm zu ſchwatzen; ſie beeilt ſich, auf ihr Zimmer zurückzukehren, wohin ihr Margarethe alsbald nachfolgt.
„Dieß iſt der Augenblick,“ ſagte die alte Diene⸗ rin;„Monſieur hat mehrere Perſonen zu raſiren. Kommen Sie, mein Kind, ſteigen Sie mit mir hin⸗ auf, und haben Sie vor Allem keine Furcht; ich habe alle nöthigen Vorſichtsmaßregeln getroffen, um die
Kobolde zu verjagen.“
„Furcht!“ ſagte Blanca lächelnd, weil ſie bemerkt, daß Margarethe zittert;„nein, meine Beſte, nein;
ich verſichere Dich, daß ich nicht an Deine geheime
Thüre dachte.“
Mit dieſen Worten eilt Blanca nach der Treppe und ſteigt ſchnell hinauf, während ihr Margarethe langſam folgt, indem ſie ſagt:„Glückliches Alter,
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