Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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„Suchen Sie Etwas, mein Herr?“ ſagte Touquet endlich, dem dieſes Benehmen nicht entgeht.

„Nein... nein.. ich ſah bloß, ob Sie allein ſeien...“

„Ja, mein Herr, Sie ſehen, daß ich Niemand brauche, um meinen Kunden Genüge zu thun.“

„In der That, man hat mir geſagt, daß Sie ſehr geſchickt ſeien.“ 2

„Und Sie haben auch Zeit gehabt, mein Talent zu beurtheilen, denn Sie befinden ſich beinahe ſchon zwei Stunden in meinem Laden.“

„Ich hatte durchaus keine Eile... und dann wollte ich bei Ihnen einige Erkundigungen einziehen... Sagen Sie mir, mein Freund, wer den erſten Stock dieſes Hauſes bewohnt?“

„Ich, mein Herr,“ ſagte Touquet nach einer augenblicklichen Zögerung; der junge Menſch aber ſcheint unzufrieden darüber, daß er dieſe Frage ge⸗ than hat.„Darf ich wiſſen, mein Herr, inwiefern Sie dieß intereſſirt?“ fragt Touquet, den Unbekann⸗ ten aufmerkſam betrachtend.—

„Ach!... ich ſuche ein Logis in dieſem Stadt⸗ viertel... ich würde mich mit einem einzigen Zimmer begnügen... Vermiethen Sie keine Zimmer und könn⸗ ten Sie mir nicht eines einräumen, wenn dieſes Haus Ihnen gehört?“ 3

„Dieſes Haus gehört in der That mir, mein Herr, und doch kann ich Ihrem Wunſche nicht entſprechen.— Schon ſeit langer Zeit vermiethe ich keine Zimmer

Paul de Kock, LV. 7