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ſie möchte Ihnen nichts Böſes zuſtoßen laſſen. Ach! wenn man doch ein Geheimniß hätte, durch das man ſich gegen den Regen ſchützen könnte! O, ich bin überzeugt, daß es Leute gibt, die den Elementen gebieten!“
Der Barbier antwortete nichts; er lief einem Gange zu, der in einen Saal zu ebener Erde führte, in dem man ein großes Feuer angezündet hatte. Hier angekommen, fing er an, ſeinen Mantel und ſeinen Hut abzulegen, dem ein Wald von ſchwarzen Haaren, die in wallenden Locken auf ſeinen Nacken herabfielen, entſchlüpfte. Er nahm einen großen Dolch aus ſeinem Gürtel; denn es war damals gebräuchlich, nicht un⸗ bewaffnet auszugehen. Touquet hing den Dolch über dem Kamine auf, dann warf er ſich in einen Stroh⸗ ſeſſel und ſetzte ſich vor das Feuer hin.
Während ihr Herr ausruhte, ging die alte Magd
im Zimmer aus und einz ſie ſtellte einen Tiſch neben
den Stuhl, auf welchem der Barbier ſaß, zog aus einem Speiſeſchrank einen ſilbernen Becher, Teller und ein Couvert hervor, und ſtellte mehrere Krüge mit Wein oder Branntwein und einige Schüſſeim mit Fleiſch auf den Tiſch.
„Sind während meiner Abweſenheit Leute ge m⸗ men?“ ſagte der Barbier nach einigen Augenblicken.
„Ja, mein Herr: zuerſt Pagen, um die Neuig⸗ keiten des Stadtviertels zu erfahren, um Jedermann zu läſtern und ſich über die armen Frauen luſtig zu machen, welche die Schwachheit haben, ihnen Ge⸗ hör zu ſchenken. Ach, wie gottlos ſind die jungen


