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„Ich ſtelle Ihnen hier Mamſelle Roſa vor,“ ſagt
Lafleur zu Georgine;„es iſt ein Mädchen von ſelte⸗ nen Verdienſten; ſie kann Alles, was man von einem Frauenzimmer in ihrem Alter fordern darfv; ſie fri⸗ ſirt recht gut, weiß die Tagsbegebenheiten hübſch zu erzählen, iſt lebhaft, flink, verſchwiegen; ſie weiß⸗ wie man einen Eiferſüchtigen betrügt, einen Lieb⸗ haber begünſtigt, einen Nebenbuhler verläumdet, eine Intrigue einfädelt, einen Liebesbrief zuſteckt, kurz, ſie iſt zu Allem zu gebrauchen. Ich hoffe, gnädige Frau, daß Sie vollkommen mit ihr zufrieden ſein werden.“
Georgine lächelt gegen Mamſell Roſa, dieſe macht einen kleinen Knix und zieht ſich zurück.
„Jetzt, gnädige Frau, denn ich darf Sie nicht mehr Georgine nennen, ſind Sie in Ihrem Eigen⸗ thum. Ich will nun meinen Herrn aufſuchen, der, ich bin es überzeugt, ſehr neugierig ſein wird, das Neſultat meiner Reiſe zu erfahren. Der arme Mann wird ſich vor Entzücken nicht mehr kennen! Machen Sie ſich gefaßt, ihn heute Abend zu empfangen.“— „Wie, Lafleur, ſo ſchnell?“—„In ſeinem Alter hat man keine Zeit zu verlieren.“—„Ei, was ſoll ich zu ihm ſagen?“—„Mein Gott! was Sie wollen; war je ein Frauenzimmer bei einer verliebten Zu⸗ ſammenkunft verlegen? Sie machen ſich luſtig über ihn.“—„Das iſt ſchon recht, aber ſeine Liebe...“ —„Potz Kukuk! Ein Liebhaber von ſechszig Jahren iſt wohl arg zu fürchten! Dieſe Herren ſpielen die
Rous's in Geſellſchaften, haben leichtſinnige Geſpräche
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