Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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langes, mit ſpitzigen Klingen verſehenes Werkzeug aus der Taſche ziehen ſieht, und dieſer ſich anſchickt, daſſelbe in den Körper des Kranken einzubohren, ge⸗ räth der kleine Jokey in Wuth und ſtürzt ſich zwiſchen ſeinen Herrn und den Barbier.

„Ich brauche Eure Hülfe nicht, junger Mann,“ ſagte der Barbier, der ſich über Baptiſts Abſicht täuſchte, ruhig.—„Meine Hülfe!... Weit entfernt, Ihnen zu helfen, verbiete ich Ihnen ſogar, meinen Herrn mit dieſer Höllenmaſchine zu berühren.“— „Ihr mir verbieten, Ihr?. Kleiner Einſaltspinſel!“ —„Ja, ich; Sie wollen meinen Herrn umbringen!“ —„Dummkopf, ich will ihn heilen, und deßhalb ſchröpfen.“— Sie dürfen ihn nicht ſchröpfen.“— „Freilich ſchröpfe ich ihn!“

Der Barbier beharrt darauf, Baptiſt weicht nicht von dem Platze. Unſer Aeskulap, der ſieht, daß er nur einen Jüngling vor ſich hat, will den Jokey zur Thüre hinauswerfen, aber Baptiſt wird zum Löwen: er ſtößt den Barbier ſo heſtig zurück, daß dieſer neben einem Speiſeſchrank niederſinkt; des Doctors Perücke bleibt an einer Schüſſel voll Eier hängen, die Schüſſel fällt um, die Eier rollen herunter und zerbrechen auf der Naſe, den Augen und den Wangen des Doc⸗ tors. Er erhebt ſich mit einem Kopfe wie ein Jeſus⸗ kind und einem Geſichte wie ein Pfannenkuchen ra⸗ ſend vom Boden.

Baptiſt erwartet ihn, mit einem Kruge und einem Beſenſtiel bewaffnet, feſten Fußes. Der Barbier ſtürzt

Paul de Kock. XLII. 2